Große Freude scheinen derzeit viele Menschen an einem Song von Ich und Ich zu haben, Pflaster heißt er und es wird darin Folgendes gesungen:
„Du bist das Pflaster für meine Seele
Wenn ich mich nachts im Dunkeln quäle
Es tobt der Hass, da vor meinem Fenster
Du bist der Kompass wenn ich mich verlier’,
du legst dich zu mir wann immer ich frier’
Im tiefen Tal wenn ich dich rufe,
bist du längst da.“
Dazu schrieben mir Leserin D., auch Frau P. aus Melsbach sowie Frau J. aus Tübingen, schließlich Herr S. aus Ribnitz-Damgarten, und wenn ich deren Missverständnisse zusammen fasse, ergibt sich folgender Text:
„Du bist das Flachdach für meine Seele
Wenn ich mich nachts im Dunkeln quäle
Es tobt der Hamster vor meinem Fenster…“
Was für ein schöner, dunkler, poetischer, komplett unverständlicher und doch reizvoller Text!
„Ich fragte mich immer beim Hören dieses Liedes: Welche Rolle spielt der Hamster in der Beziehungskrise des Paares?“, schreibt Herr S. „Hatte sie ihn vielleicht heimlich ausgesetzt…. um den Partner zu ärgern… weil es sein Hamster war …?“
Ein tobender Hamster, ein Flachdach auf einer Seele – das könnte auch von Herbert Grönemeyer sein.





